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„Bei uns ist eigentlich immer was los“

09.05.2019 | #zohus bei Leben

#zohus bei:
NINA CARLET

„Dingdong!“ Eine junge, hübsche Frau öffnet die Wohnungstür. „Hallo! Kommt rein!“ sagt sie und schenkt uns ein strahlendes Lächeln. Sie stellt sich uns als Nina vor, das Klingelschild verrät ihren Nachnamen: Carlet. Ihr Katerjunges Mogli maunzt uns an – es will auf den Arm.

Nina schnappt sich den Kleinen und bittet uns herein. Wir folgen ihr in die Wohnküche der modernen Neubauwohnung. Hier sitzt sie oft mit ihren Mitbewohnern Desiree und Raoul und klönt, doch gerade sind die beiden ausgeflogen.

„Kochen ist nicht mein Ding“

Die Kücheneinrichtung ist nagelneu. Bis vor wenigen Tagen musste die Badewanne als Spüle herhalten, jetzt präsentiert uns Nina freudig die blitzblanke Anrichte mit Buchenplatte und Ceranfeld. „Kochen ist allerdings nicht so mein Ding“, gibt sie zu. „Zum Glück zaubern Desiree und Raoul oft was Leckeres.“ Manchmal darf sie sich sogar was wünschen. „Dann gibt es meistens Nudeln mit Spinat.“ Wohl dem, der solche Mitbewohner hat!

Alle drei studieren, doch nach Studentenbude sieht es hier beileibe nicht aus: nirgendwo selbst gezimmerte Paletten-Betten, nirgendwo Stapel mit leeren Pizzakartons. Und alles so sauber! Wie schaffen die das nur? Nina stellt uns ein weiteres WG-Mitglied vor: „Das ist Staubi!“ Er ist von Beruf Saugroboter und dreht fleißig seine Runden durch die Wohnung. Aha!

Auch Mogli mag den Staubi sehr!

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Nina führt uns weiter. Durch große Fenster fällt viel Licht in die Wohn-, Chill- und Fernseh-Ecke. Kater Mogli tobt über seinen Erlebnis-Spielplatz mit Kratzbaumlandschaft und spaciger Elektro-Bällchen-Bahn, um sich dann auf Staubi zu stürzen. Für sein Frauchen aber lässt er bei Bedarf alles stehen und liegen. „Wenn ich mal traurig bin, merkt Mogli das sofort und wir verziehen uns auf mein Zimmer“, sagt Nina.

Meistens aber ist die Stimmung blendend in der WG, alle drei Bewohner feiern gerne. „Bei uns ist eigentlich immer was los“, sagt Nina. „Manchmal hängen wir aber auch alle einfach nur auf dem Sofa ab und chillen.“ Desiree, Ninas Mitbewohnerin, ist nicht da. Doch wir dürfen einen kurzen Blick in ihr Zimmer werfen. Denn hier gibt es ein selbstgebasteltes Deko-Highlight zu sehen.

„Lippenstift habe ich immer drauf“

Wir folgen Nina in ihr eigenes Reich: ein schönes geräumiges Zimmer mit Bett, Kleiderstange und ihrem liebsten Möbelstück: dem Schminktisch. „Hier lagern alle meine Schätze“, sagt Nina. Wir dürfen einen Blick in die große Schublade werfen: Rouge, Wimperntusche, Nagellacke, Lippenstifte in sämtlichen Tönen, fein säuberlich sortiert. „Lippenstift habe ich immer drauf“, sagt Nina. „Ohne gehe ich nicht aus dem Haus.“

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Schon als Kind hat sie sich gern geschminkt. Diese Leidenschaft kam ihr zugute, als sie Cheerleaderin des 1. FC Köln wurde. Jedes Effzeh-Girl bekam einen Schminkkoffer und konnte Schminkkurse belegen. Nach einigen intensiven Jahren mit tollen Erlebnissen mit den Fans im Rheinenergie-Stadion hat sie die Pompons an den Nagel gehängt. Sie will sich auf ihr Studium konzentrieren und das WG-Leben genießen. Doch die Zeit als Cheerleaderin wird sie nie vergessen.

„Ich habe sehr viel Glück mit meinen Eltern und Geschwistern gehabt“

Wir gehen zurück in die Wohnküche und lassen uns in der Ess-Ecke nieder. Unser Blick fällt auf eine große Weltkarte, die auf Holz angebracht ist. „Die hat mir mein Papa gemacht, weil ich so schlecht in Geografie bin“, klärt uns Nina auf. „Ich hänge sehr daran. Mein Papa ist 2017 gestorben.“

Trotz dieses schmerzlichen Verlusts ist Nina dankbar. „Ich habe sehr viel Glück mit meinen Eltern und Geschwistern gehabt“, sagt sie. „Sie haben mich immer unterstützt – bei allem, was ich gemacht habe.“ Papa Carlet stammte aus der Nähe von Trieste, Mama ist Deutsche. Fließend Italienisch spricht Nina nicht, aber es genügt für einen Plausch mit ihrer Oma, die sie gerne in Italien besucht.

Welche Köln-Devotionalien gibt es denn in diesem Haushalt wollen wir wissen. „Oh, da haben wir einiges“, lacht Nina und zieht die Schublade im Wohnzimmer auf: Kölsch-Glas, Kölsch-Leuchtbild, Köln-Rucksack, Köln-Magnet, Effzeh-Schal und Jacke. Das ist ja schon einiges und lässt keinen Zweifel zu: Diese Bewohner lieben ihre Stadt.

Fotos: Patrick Essex, Nina Carlet, Jana Maren Züger
Text, Animation: Jana Mareen Züger

 

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