Tiefenentspannt und sicher

20.03.2019 | Menschen

Name:
Sid Agha

Geboren:
24.04.1979

In Köln seit:
immer schon

Beruf:
Meister für Schutz und Sicherheit, Geschäftführer Sidaq Sicherheit

Lieblingsort:
Stadtwald

Sid Agha ist ein Typ, den man gerne dabei hätte, wenn man durch dunkle Gassen geht oder den man gerne zu Rate zieht, um eine Situation einschätzen zu können. Sid strahlt einfach Souveränität und Ruhe aus.

Der gebürtige Kölner mit sudanesischen Wurzeln ist ein Herz und eine Seele mit seinem Rottweiler Tano. Er weiß, dass er mit seiner kräftigen Statur und dem Hund ein Hingucker ist. “Tano ist ein sehr entspannter Hund. Er ist aufmerksam, lieb und beweist in brenzlichen Situationen starke Nerven. Das sind ganz freundliche Familientiere. Ich weiß, dass sagen sie alle die Hundebesitzer. Aber bei Tano trifft es zu.”

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Sid und Tano sind ein eingespieltes Team. Sid kann seinen Hund “lesen” wie er sagt. Der 39 Jährige hat den sechsten Sinn und schaut hinter die Fassade;  auch was Menschen angeht: “Wenn man jemanden beobachtet, kann man durch sein Verhalten viel über ihn lernen. Ich kann Leute auch relativ gut einschätzen. Da habe ich ein Händchen für. Das hat mir immer viel Spaß gemacht.“

Kein Wunder, dass er in einem Bereich arbeitet, wo es auch auf Feingefühl und Empathie ankommt. Einige Familienmitglieder sind im medizinischen Bereich tätig. Am Anfang wollte er das auch und begann, in Bochum Medizin zu studieren. Während dieser Zeit verdiente er nebenher im Sicherheitsgewerbe etwas dazu. Sid war schon Detektiv, Hundeführer, machte Objektschutz und Oberservationen, bildete sich an der IHK weiter und entschloß sich dann hauptberuflich für den Sicherheitsbereich.

“Idealerweise erkenne ich eine Konfliktsituation bevor sie entsteht und komme erst gar nicht in sie hinein”

“Idealerweise erkenne ich eine Konfliktsituation bevor sie entsteht und komme erst gar nicht in sie hinein”, sagt er über seine Philosophie und Haltung, die er gerne an andere weiter gibt. Seit sechs Jahren ist er Meister für Schutz und Sicherheit und führt mittlerweile seine eigene Firma SIDAQ.

Wenn er mit Tano unterwegs ist, beobachtet er, dass sich das Leben in Großstädten immer mehr verändert. Die Leute haben ein immer größeres Sicherheitsbedürfnis. “Es gibt immer mehr Vorfälle, in denen Leute in der Öffentlichkeit verprügelt werden, zum Beispiel in U- Bahnen, und die Menschen drum herum reagieren nicht. Das ist ein Schockmoment für unsere Gesellschaft, der zusätzlich dazu beiträgt, dass man verunsichert ist. Dann sind Großstädte mittlerweile so überfüllt, dass viele Menschen in engen Lebensverhältnissen leben, und der Einzelne auch seinen persönlichen Raum nicht mehr hat. Dementsprechend wachsen Unzufriedenheit und auch ein Aggressionspotential unter den Leuten.”

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Bei seiner Arbeit spielt die Prävention einen ausschlaggebenden Part. In seinen Selbstschutzseminaren beispielsweise oder in dem speziellen “Awareness + Prevention concept” lernen die Teilnehmer, in brenzlichen Situationen ihrem Bauchgefühl und ihrer eigenen Intuition zu folgen und überlegt zu handeln. “Der psychologische Aspekt ist da ganz weit vorne. Da geht es um Selbstwahrnehmung. Was strahle ich aus? Was kann ich zum Beispiel anziehen, wenn ich unterwegs bin? Da ist der Rucksack ein Gefahrenpotential, wenn man in unbekannten, nicht so sicheren Vierteln unterwegs ist. Rucksäcke haben hinten Bügelchen, an denen man immer wieder zurück gezogen werden kann, auch wenn man gerade versucht, zu fliehen. Für solche kleinen Details möchte ich besonders Frauen sensibilisieren.” Den ein oder anderen Kniff, wie man sich in öffentlichen Parks oder in den Strassen auch als Hundebesitzer sicher bewegt, hat Sid Agha auch drauf.

Wenn ihm Alles mal zu viel wird, und es stressig ist, genießt Sid Agha gerne mal eine Zigarre und zieht mit Tano durch die Natur. Trifft man dann auf die beiden, so hört man meistens immer ein Lachen um sie herum. “Tano ist wie alle Rottweiler auch ein kleiner Clown. Wenn Tano mit kleineren Hunden spielt und um sie herum springt, dann lachen sich auch die anderen Hundebesitzer kaputt.”

Text: Claudia Cosmo
Fotos: Patrick Essex

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