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Outdoor-Kunst in Mülheim

28.09.2017 | Leben

Köln Beste? Klar! Köln Schönste? Wir arbeiten daran. Seit Anfang September jedenfalls ist unsere Stadt ein Stück attraktiver. Und das verdanken wir ihm: Elian Chali, einem international anerkannten Künstler aus Argentinien. Er hat im Rahmen des Stadtkunst-Festivals CityLeaks eine Häuserwand der Hacketäuer-Siedlung am Clevischen Ring gestaltet. Sein Wandgemälde „Against Overlapping“ steht nun in einer Reihe mit zwei anderen Fassaden, die bereits 2015 von den Künstlern Hense (USA) und Chu (Argentinien) bemalt wurden. „Hense und Chu sind Freunde von mir. Ich schätze ihre Arbeit sehr. Deswegen ist es für mich eine besonders große Ehre, Teil dieser Serie zu sein“, so Chali. Drei von modernen Künstlern gestaltete Fassaden auf so engem Raum – das gibt es nur in Mülheim.

Die Umgebung bestimmt das Bild

Acht Monate hat Elian Chali sein Kunstwerk geplant. „Das Wichtigste bei einem so großen Fassadenbild ist der Kontext, in dem es steht“, sagt Chali. Deswegen hat er sich in Mülheim für fließende Formen entschieden: „Ich wollte das starre Drumherum etwas auflockern.“ Die verwendeten Farben Rot, Blau, Gelb, Grün und Schwarz sind charakteristisch für Chalis Werke. Zuletzt hat er in Frankreich eine ganze Tiefgarage mit diesen Farben verschönert.

Das Wandbild, auch als „Mural“ bezeichnet, ist 22 Meter hoch und elf Meter breit. „Das ist das höchste Mural, das ich je gestaltet habe“, erzählt Chali. Acht Tage lang haben er und sein Team an dem Kunstwerk gearbeitet. 80 Liter Farbe haben sie auf den 242 Quadratmetern Fassade aufgetragen.

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Der Stolz der ganzen Siedlung

Elian Chali berichtet, dass viele Bewohner ihn während des Entstehungsprozesses angesprochen haben. „Vor allem die Kinder kamen sehr neugierig auf mich zu und wollten alles ganz genau wissen“.

Fest steht: Die Murals haben das Leben der rund 2.000 Bewohner der Hacketäuer-Siedlung der GAG bunter gemacht. Und sie sind für sie zur Identifikationsfläche geworden. Eine Mieterin erzählt: „Ich sage immer, dass ich in der Siedlung hinter den bunten Kunst-Hochhäusern wohne.“ Dass sie die größte Freiluft-Galerie der Stadt direkt vor der Haustür haben, macht auch die jüngeren Bewohner stolz. „Fußgänger bleiben stehen und Autofahrer gucken neugierig, wenn sie an der Ampel warten“, berichtet die 15-jährige Eileen. „Unsere Siedlung ist ein Blickfang, das finde ich cool“.

 

Alle ziehen an einem Strang

Das CityLeaks-Festival findet alle zwei Jahre statt und hat zum Ziel, Kunst und Kultur im urbanen Raum zu fördern und das Stadtbild zu verschönern. „Als die Organisatoren von CityLeaks auf der Suche nach großen Häuserwänden auf uns zukamen, waren wir von der Idee sofort begeistert“, erzählt Stefan Gisder von der GAG, der das Projekt betreut hat. „Wenn es darum geht, Köln attraktiver zu machen, ist die GAG gerne dabei.“ Köln Schönste? Wir arbeiten dran.

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