„Mein Traum wurde wahr!“

20.12.2018 | Menschen

Name:
Nina Carlet

Geboren:
9.12.1993

In Köln seit:
immer schon

Beruf:
Industriekauffrau und Studentin

Lieblingsort:
Rheinboulevard

Ich konnte es selbst nicht glauben, als man es mir gesagt hat: Du bist drin! Aber es stimmte: Ich war Cheerleaderin beim 1. FC Köln. Und mein Papa hatte es vorausgesagt.

Nina_Carlet_01

„Du schaffst das!“ sagte er, als er mich zum Casting im Rheinenergie Stadion brachte. Im Sommer 2013 war das. Mir war ganz schön mulmig. Zwar hatte ich schon als Kind angefangen zu tanzen und war Tanzmariechen im Karnevalsverein, aber jetzt: Die Chance, Cheerleaderin bei meinem geliebten Effzeh werden zu können, machte mich nervös.

CheerleaderFC

Mit mir warteten noch ungefähr 200 andere Mädels. Eine hübscher als die andere, alle motiviert und trainiert ohne Ende. Circa 60 wurden genommen. Und ich war tatsächlich eine von ihnen. Was für ein Tag!

Das Gefühl im Stadion ist Wahnsinn

Mein erster Auftritt im Rheinenergie-Stadion war überwältigend. Ich fühlte mich wie ein Zwerg. 50.000 Augenpaare waren auf mich gerichtet: Jetzt bloß keinen Fehler machen …

Es ging alles gut! Von da an hieß es trainieren, trainieren, trainieren, auftreten, trainieren. Fünfmal die Woche. Und wenn beim FC Pause war, trainierten wir für die nationalen und internationalen Meisterschaften oder waren im Karneval unterwegs. Das war eine tolle Zeit. Ich habe so viele Menschen kennengelernt und Spaß gehabt, das kann mir niemand mehr nehmen.

Der Sport ist sehr Zeit-intensiv und nicht ohne Risiko

Im März 2018 habe ich trotzdem aufgehört. Fünf Jahre nach dem emotionalen Beginn war alles zu normal geworden. Hinzu kam die Angst, sich zu verletzen. Bei der Arbeit und im Studium wollte ich auf keinen Fall wegen einer Verletzung fehlen. Doch die Sprünge und die akrobatischen Figuren, die Teil des Cheerleader-Sports sind, bergen immer ein Risiko.

Und dann ist da noch die Sache mit der Zeit. Als ich noch aktiv war, musste ich Freunden ständig absagen oder ging früh nach Hause, weil ja immer ein Training oder ein Auftritt anstand. Jetzt kann ich mich aufs Studium konzentrieren und meine Freizeit genießen. Aber Kontakt zu den Mädels habe ich immer noch. Wir sehen uns alle regelmäßig und lassen den „Geißbock raus“. Wir feiern alle zusammen – den Karneval, den 1. FC Köln und das Leben.

Wie der Papa so die Tochter

Als ich ein kleines Mädchen war, nahm mich mein Papa mal mit zu seiner Arbeit. Er arbeitete in Poll bei der Alfred H. Schütte GmbH Co KG in der Konstruktion. Ein altes traditionelles Unternehmen, das weltweit Werkzeugmaschinen herstellt. Das fand ich toll. Mir war klar: Wenn ich groß bin, arbeite ich auch da.

Und tatsächlich: 2012 habe ich dort meine Ausbildung zur Industriekauffrau gemacht. Und nun studiere ich Betriebswirtschaftslehre im Dualen System. Das heißt: Arbeitsalltag bei Schütte und zusätzlich pauken und Bachelorarbeit schreiben. Ich bin glücklich, dass beides zusammen geht und ich einen traumhaften Arbeitsplatz habe: Von meinem Schreibtisch aus schaue ich direkt auf den Rhein.

Nina_Carlet_Sofa

 

Im Oktober bin ich in eine WG nach Kalk gezogen. Mit meiner Freundin Desiree und meinem Kumpel Raoul wohne ich nun in einer Neubauwohnung der GAG. In unserem Haus sind fast nur junge Leute eingezogen. Joel Wenking von der GAG-Neuvermietung hat darauf geachtet, dass die Mieterschaft zusammen passt. Hat er gut gemacht! Wir verstehen uns super und können auch mal etwas lauter sein.

Bei uns ist die Bude fast immer voll

Ich liebe es, Leute um mich herum zu haben. Die Köln-Arcaden zum Shoppen sind gleich um die Ecke, und in nur drei Stationen bin ich in der Stadt zum feiern. In den Clubs lernen wir immer neue Leute kennen, die laden wir dann auch gerne mal in die WG ein, machen hier Party oder chillen auf der Couch – samt unserem WG-Kater Mogli.

Spazieren-gehen ist auch ein Hobby von mir. Dafür bin ich schon bekannt, bei meinen Freunden und auch auf der Straße, denn oft nehme ich auch Mogli, unseren Stubentiger, an der Leine mit. Der muss schließlich auch mal an die frische Luft, aber mit 16 Wochen ist es für unseren neugierigen Baby-Kater allein auf der Straße noch zu gefährlich.

Ganz besondere Mitbewohner

Er ist mir schon so ans Herz gewachsen und folgt mir in der Wohnung auf Schritt und Tritt. Wo ich bin, ist auch Mogli. Er merkt sofort, wenn ich mal nicht so gut drauf bin. Dann ziehen wir uns raus aus dem Trubel und ab auf mein Zimmer.

Mogli

 

Ein weiterer ganz besonders wichtiger Mitbewohner: Staubi, unser Saugroboter. Der ist ständig im Einsatz und trägt zu einem hervorragenden WG-Klima bei: Stress und Streit wegen des lästigen Saugens haben wir – Dank Staubi –  nie!

Fotos: Patrick Essex, Cheerleader des 1. FC Köln e.V.
Text: Jana Mareen Züger

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*

Diese Webseite benutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und sein Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Mehr Informationen hier!.

OK