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#koelnistsolidarisch: „Wir müssen was machen“

28.05.2019 | Leben

Wer am Samstag, 22. Juni 2019, ab 14.30 Uhr auf dem Heumarkt blaue Schafe grasen sieht, sieht ganz richtig. Und wer dazu buntes Federvieh kölsche Lieder singen hört, hat nicht etwa ein Problem mit den Ohren. Beide Erscheinungen sind Teil von #koelnistsolidarisch, der 1. Benefiz-Friedens-Kunst-Gebung (eine ganz absichtlich gemeinte Wortschöpfung) zugunsten von Flüchtlingen und Obdachlosen.

Mit-Initiatorin Bertamaria Reetz ist als Künstlerin weit über Köln hinaus bekannt für ihre Schafe, die dieselbe Farbe tragen wie die Blauhelmsoldaten der Vereinten Nationen und wie sie für den Weltfrieden eintreten. De Höhner sind die Überflieger unter den Kölschbands und somit bestens geeignet als Zugpferd, pardon, Zugvögel für die gute Sache.

„Bei so einer Aktion stehen wir natürlich sofort parat in der Hoffnung, wirklich ein Publikumsmagnet zu sein“, sagt Höhner-Chef Henning Krautmacher. Die Band engagiert sich seit vielen Jahren für Themen, die ihr wichtig sind, zeigt auch politisch Kante, unter anderem als Teil der Initiative Arsch huh, Zäng ussenander. Dabei hat Krautmacher die Erfahrung gemacht, dass es immer besser sei, „für etwas zu demonstrieren als gegen etwas“. Positiv verstärken statt negativ runterziehen – so nennt das der Psychologe.

Reetz und Krautmacher sind bei #kölnistsolidarisch nicht allein. Musikalische Unterstützung auf der großen Bühne kommt von Björn Heuser, die RäuberFiasko, dem Jugendchor St. Stephan und der Original Eschweiler Party-Bigband. Daneben verwandeln renommierte Künstler und Initiativen den Heumarkt in eine echte Kulturmeile, darunter der Kinderzirkus LinoluckynelliManfred DahmenRené Böll und Oliver Jordan. „Meine blauen Schafe freuen sich, mal wieder in Köln grasen zu dürfen, und hoffen auf gutes Futter“, sagt Bertamaria Reetz. „Und ich hoffe natürlich auf viele Kölner, die bei sich zuhause Platz finden, um ein Schaf dort unterzubringen.“ Eine Herde von rund 50 Schafen – großen (200 Euro) und kleinen (75 Euro) – will sie mit auf den Heumarkt bringen.

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„Der Erlös kommt Flüchtlingen und Obdachlosen zugute.“

Zum Organisationsteam der Benefizaktion, für die eigens das Kunstwort „Kunst-Gebung“ erfunden wurde, gehört Dirk Kästel, ehrenamtliches Mitglied des Vereins Kunst hilft geben e.V. Der erfahrene Veranstalter, der unter anderem Programm für die Kulturkirche Ost in Köln macht, hat eine persönliche Beziehung zum Thema Obdachlosigkeit – sein Bruder starb auf der Straße.

Die Veranstalter spekulieren darauf, dass die Kölner nicht nur zahlreich auf den Heumarkt kommen, sondern sich auch handfest solidarisch zeigen werden, etwa mit dem Kauf von Kunstwerken wie den blauen Schafen. „Der Erlös kommt Flüchtlingen und Obdachlosen zugute“, garantiert Reetz. Darüber hinaus ist jeder weitere Support durch Geld-, Sach- oder Zeitspenden willkommen. „Ohne unsere Sponsoren und Partner wäre eine Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht möglich, aber noch sind wir nicht bei 100 Prozent.“

Die GAG Immobilien AG ist einer von bisher 22 Sponsoren, die ihre Hilfe zugesagt haben. „Wir unterstützen gerne eine Veranstaltung, die wiederum Menschen unterstützt, die in unserer Gesellschaft am Rande stehen“, sagt Pressesprecher Jörg Fleischer. Hedwig Neven-Dumont, mit ihrem Verein Wir helfen ebenfalls mit von der Partie für die gute Sache, bringt es auf den Punkt: „Wir müssen was machen!“

Ihr wollt mitmachen? Als Helfer bei der Veranstaltung, Kuchenbäcker oder mit einer Spende? Dann schreibt eine Email an Dirk Kästel!

Oder kommt vorbei und genießt einen abwechslungsreichen Nachmittag!

Foto: Anatoliy Stepanko
Text
: Sebastian Züger

 

 

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