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„Etwas mehr Anpack-Mentalität würde uns gut tun“

24.02.2017 | Menschen

Name:
Kim Pubanz

Geboren:
1993 in Köln-Kalk

In Köln seit:
immer schon

Beruf:
Sachbearbeiterin Onlinemarketing und -kommunikation

Lieblingsort:
Ein schönes Café oder ein kölsches Brauhaus

Aufgewachsen bin ich in Brühl. Aber ich bin so kölsch, bei mir ist sogar der Ausweis am Elften Elften ausgelaufen! Meine Großeltern kommen ursprünglich nicht aus Köln, aber meine Familie lebt schon lange in Köln und in Brühl. Ich bin Kölnerin – im evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk bin ich auf die Welt gekommen. Mein Großvater fuhr immer mit dem Fahrrad nach Deutz. Freitag gab’s die Lohntüte. Die hat die Oma sofort einkassiert.

Vor meiner Geburt ist meine Family dann aber nach Brühl gezogen. Nicht, weil es uns in Köln nicht mehr gefallen hätte – im Gegenteil. Aber es hat halt in dem Moment mit Kind besser gepasst. Immerhin nach Brühl, dem besten Kölner Vorort von allen!

Köln ist aber immer mein Bezugspunkt geblieben. Nicht nur zum Shoppen und Weggehen, sondern wirklich von Herzen. So ziemlich alles, was das kölsche Leben zu bieten hat, ist für mich Pflichtprogramm: der FC, die Haie, die vielen tollen Museen und natürlich auch der Karneval. Wenn ich irgendwo anders bin, sag ich immer: „Ich komm aus Köln!“

Im Ausland hab ich sogar die KVB vermisst

Das war auch zu meiner Zeit in Dänemark so. Während meines BWL-Studiums an der TH in der Südstadt bin ich für ein Semester nach Kolding gegangen. Die Leute waren alle superoffen und freundlich, was man ja auch den Kölnern nachsagt. Trotzdem hab ich Köln bald sehr vermisst. In Dänemark musste ich bei Wind und Wetter alles mit dem Fahrrad machen, da sehnt man sich irgendwann sogar nach der KVB. Auch die vielen schönen Weihnachtsmärkte haben mir gefehlt. Und Cafés, in denen man frühstücken oder den ganzen Nachmittag sitzen und einfach sein kann.

In Dänemarkt geht sowas nicht. Da ist alles superteuer. Dafür verdienst Du aber dann als Aushilfe an der Tankstelle 16 Euro in der Stunde.

Manche Dinge könnten wir uns von den Dänen abgucken

Es gibt schon ein paar Dinge, die wir Kölner uns von den Dänen abgucken könnten. Zum Beispiel bricht bei denen nicht bei der ersten Schneeflocke ein Verkehrchaos aus. Außerdem reden die weniger, die machen einfach. Ein bisschen mehr von dieser Anpack-Mentalität würde uns auch manchmal gut tun.

Vor allem aber lassen sich die Dänen nicht so stressen. Arbeit ist für die meisten Menschen dort nur ein Aspekt im Leben. Ich hatte den Eindruck, dass die sich viel mehr Zeit für sich und ihre Familie nehmen. Dadurch sind die einfach entspannter.

Warum die so sind? Keine Ahnung. Warum sind wir Kölner so kölsch? Das wüsst ich auch gern!

Foto Klaudius Dziuk
Text Sebastian Züger

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