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Großes Kino mit dem kleinen Smartphone

12.10.2018 | Leben

„… uuuund bitte!“ Diesen Ruf hörte man immer wieder im Kinder- und Jugendzentrum „Die Villa“ im September 2018. Ein knappes Dutzend Mädchen und Jungen wuselte an insgesamt vier Nachmittagen beim Film-Workshop „Filmen mit dem Smartphone“ in und um das gründerzeitliche Anwesen in Köln-Volkhoven herum, um die besten Drehorte und Hintergründe für ihre Aufnahmen zu finden.

Interviews waren ein Teil der praktischen Übungen, mit denen die Kursleiter Patrick Essex sowie Jana und Sebastian Züger die jungen Filmemacher herausforderten. Die Jugendlichen stellten Fragen, gaben Antworten, angelten den Ton oder übernahmen die Regie. „Das ist alles gar nicht so einfach“, sagte Thyra (12), „aber es macht riesigen Spaß.“ Meliha (14) sah das genauso. „Ich filme zuhause auf jeden Fall weiter.“

Im Laufe der Workshops fanden die Kids immer besser zu ihren Aufgaben. Die einen blieben lieber hinter der Kamera, kümmerten sich um das Licht oder den Ton, führten Regie („Ruhe am Set!“) und übernahmen das Smartphone – also die Kamera. Die anderen entdeckten den Spaß am Schauspiel. So entstanden mit der Zeit richtige kleine Kurzfilme, etwa über ein Duell auf dem Fußballplatz oder den Konflikt zwischen lernenden Schülerinnen und einer probenden Band.

Die Übungen analysierte die Gruppe beim jeweils folgenden Treffen. Im Film „Der Schrei“ etwa verbirgt sich ein fast schon klassischer Filmfehler, den aber nur die wenigsten Teilnehmer bemerkten: Im Spiegel an der Wand ist Kameramann Jason (14) zu sehen. Offenbar zieht Thyra mit ihrer Präsenz alle Aufmerksamkeit auf sich, so dass das Missgeschick kaum einem Betrachter ins Auge springt.

Den krönenden Abschluss der insgesamt vier Workshoptage, die die GAG Immobilien AG finanziell und ideell unterstützte, bildete eine kleine Preisverleihung mit Kinoprogramm via Beamer sowie Urkunde und Geldpreis (25 Euro) für jeden Teilnehmer. Ursprünglich waren fünf mal 50 Euro für die besten Beiträge ausgelobt worden, doch das erwies sich angesichts der durchweg engagierten Gruppe als nicht praktikabel. „Wir haben uns entschlossen, das Preisgeld auf alle Teilnehmer aufzuteilen“, erklärte Gregor Minck, Leiter der Kinder- und Jugendeinrichtung. „Schließlich haben sich alle mit ihren Talenten eingebracht.“

Eine sinnvolle Entscheidung. Denn neben den Möglichkeiten, die moderne Smartphones für die Filmgestaltung bieten, entdeckten die Kids im Workshop vor allem eines: Filmemachen ist Teamsport.

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