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„Wir sind’s: Fiasko“

26.09.2018 | Menschen

Besetzung:

Fiasko Hammerevent 2018 GAG Köln

Henning: Wir sind die Band aus Köln-Süd. Also, aus Köln-Süd-Süd-Süd …

Daniel: Okay, wir geben’s ja zu. Wir kommen nicht aus Köln, sondern alle vier aus dem selben Örtchen im Süden von Köln: Meckenheim. Aber das Platt, das dort gesprochen wird, ist dem Kölschen sehr ähnlich, und seit einigen Jahren wohnen wir alle in Köln. Hier haben wir angefangen, eigene Musik zu machen. Op Kölsch.

Henning: Ich finde ja, dass das durchaus eine Erfahrung ist, die uns ausmacht und die wir in unserer Musik und unseren Texten nutzen. Früher haben wir von außen auf Köln geschaut. Jetzt haben wir die Innensicht.

Daniel: Ich krieg‘ das gar nicht mehr mit, wenn ich Kölsch rede.

Fussel: Daniel kann gar kein Hochdeutsch. Überhaupt macht es viel mehr Spaß, sich was auf Kölsch an den Kopf zu werfen als auf Hochdeutsch.

Daniel: Und es gibt viele Worte, die reimen sich auf Kölsch, aber nicht auf Deutsch.

René: Genau, anfangs haben wir ja auch noch auf Deutsch getextet, aber dann ziemlich schnell gemerkt – nee, das ist es nicht, wir singen lieber auf Kölsch. Ich würd‘ ja jetzt gerne noch sagen, dass es sich auf Kölsch einfacher reimt, aber das stimmt gar nicht. Wir legen nämlich schon auch Wert darauf, dass wir korrektes Kölsch singen.

Daniel: Das ist superwichtig. Schließlich haben wir ja auch ältere Leute im Publikum, die nehmen es einem übel, wenn man schlechtes Kölsch spricht. Und das völlig zurecht!

Renè: Wir wollen die Kölner auf keinen Fall enttäuschen. Schließlich sind wir vor allem wegen der Musik nach Köln gezogen. Und natürlich auch deshalb, weil die Menschen in dieser Stadt so eine positive Einstellung zum Leben haben. Die sind zwar auch schnell mal am Motzen, aber das positive Grundgefühl ist trotzdem da.

Daniel: Es stimmt schon: Egal, wo und wann du in Köln rausgehst, du kommst immer sofort mit irgendwem ins Gespräch. Ich finde es erstaunlich, dass es sowas in einer modernen Großstadt noch gibt. Das macht für mich den besonderen Charme von Köln aus.

Fussel: Was allerdings weniger charmant ist, ist das katastrophale Proberaumangebot in Köln.

Henning: Stimmt. Ein halbes Jahr haben wir ganz Köln abgesucht, bis wir endlich was gefunden haben – in Frechen.

Daniel: Ein Vermieter zum Beispiel hat uns ein Kellerloch angeboten, keine zehn Quadratmeter groß und nicht mal zum Abschließen. Dafür wollte der soviel Kohle, das hab ich verdrängt. Schwarz natürlich. Da hört für mich der Spaß auf.

Henning: Manche zahlen 500, 600 Euro für einen Timeslot in einem Proberaum mit diversen anderen Bands.

Daniel: Wo sollen in Köln denn die Jugendlichen proben? Ich frag‘ mich echt, wie viele Riesentalente der Stadt verloren gehen, weil die einfach mangels Platz ihr Talent nicht ausleben können.

Henning: So gesehen haben wir echt Glück gehabt.

Daniel: Stimmt. Die vergangenen vier Jahre hätt‘ ich mir nicht schöner zu erträumen gewagt. Ich hoffe, das geht noch eine ganze Weile so weiter …

René: … und irgendwann auch hauptberuflich.

Fussel: Hauptsache, wir bleiben auf dem Teppich. Und gesund!

Daniel: Ich will noch mit 70 vom Schlagzeugpodest springen können!

Ihr könnt Fiasko live erleben: am 13.10.2018 beim Hammer-Event der GAG Immobilien AG im Bürgerpark Kalk – kostenlos!

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Fiasko Hammerevent 2018 GAG Köln

Fotos: Patrick Essex
Text: Sebastian Züger

 

 

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