Alle Teilnehmer

Kurzvorstellung

Bandname

Und wieder Oktober

Songtitel

Könige der Stadt

Aktiv seit

2011 – damals als Duo; in dieser Konstellation seit 2018.

Besetzung

Proberaum

Zurzeit auf der Suche

Lieblingsort

Das Rheinufer – aber viel zu selten dort

 

Player

„Es muss berühren – irgendwie.“

Und wieder Oktober - eine Zeitangabe als Bandname? Für die Gruppe um Sänger Marc Frensch passt das, und ganz nebenbei begründet sie damit das hauseigene Genre Herbstpop. „Wir kommen aus der Melancholie“, erklärt er. „Aber wir werden immer tanzbarer.“

Die Beschreibung trifft ganz gut auf den Song „Könige der Stadt“ zu, mit dem sich die Kölner Band die Gunst der Juroren erspielt hat. Mächtige Drums treffen auf ein E-Gitarrenlick im U2-Format, der Refrain mit seinen Backgroundchören will – „Eins, zwei, drei!“ - ganze Rheinenergie-Stadien zum Mitsingen bewegen. Die Melancholie läuft als Grundspur mit - in den Moll-Akkorden der Harmonie und in nachdenklichen Textzeilen, die vom Älterwerden erzählen und den damit verbundenen Kompromissen.

Kompromisse, auch schmerzliche, liegen hinter der Band. Um weitermachen zu können, waren nach zwei Deutschland-Tourneen und dem Titelsong für die achte „Pastewka“-Staffel Umbesetzungen nötig. „Vielleicht waren wir eine Zeitlang zu verbissen“, überlegt Marc. „Aber zurzeit macht es superviel Spaß.“ Den wollen sie auch beim Finale haben, gemeinsam mit dem Publikum. „Wir haben uns schon eine ganz gute Fanbasis in und um Köln erspielt, wir haben Bock auf die Volksbühne und auf die Leute. Wenn sich einige im Publikum uns merken, war’s schon ein Erfolg.“

Finalist Und wieder Oktober von Euer Song für Köln 2019

Bei aller Bescheidenheit - Und wieder Oktober denken groß. „Wir haben gerade einen 5-Jahres-Plan aufgestellt. Alle, die dabei sind, sehen die Band ganz klar als Teil ihrer Zukunft.“ Zurzeit erprobt und definiert sie bei Auftritten in ganz Deutschland mit teils verändertem Personal ihren eigenen Stil neu. Marc: „Ich sag Deutschpop dazu. Mit Cello, Geige, Kontrabass.“

Und ohne Kölsche Mundart. Marc ist selbst Immi, stammt aus Moers. „So eine starke regionale Szene wie in Köln kannte ich von da nicht.“ Er selbst hat immer auf Deutsch getextet und gesungen, empfindet die Sprache als ausdrucksstark und vielschichtig. „Aber man muss aufpassen, dass es nicht zu platt und kitschig klingt. Die deutsche Sprache führt superschnell zu Schlagerklischees.“

Kölsch ist keine Option, die Tür zum Karneval bleibt damit zu. Womöglich aber öffnen sich andere, weit über die Kölner Grenzen hinaus. Für die Lieder von Und wieder Oktober gibt es eine einfache Grundregel: „Es muss berühren - irgendwie.“ Ob das klappt, entscheidet das Publikum. Das in der Volksbühne und anderswo.