Alle Teilnehmer

Kurzvorstellung

Bandname

Manuta
Jahrgang 1988

Songtitel

Cool Colonia

Aktiv seit

Ende der 90er Jahre

Proberaum

Am Rudolfplatz

Lieblingsort

Papierfabrik, Stecken, Keuphallen und viele mehr

 

Player

„Stimmung und Moment müssen passen“

Er ist der Exot unter den Wettbewerbsteilnehmern. Aber „einzigartig“? Nein, als einzigartig will sich der Kölner Rapper Manuta nicht bezeichnen. „Das wäre total vermessen.“ Überhaupt: HipHop sei eine Samplingkultur: „Wir reproduzieren ja nur Einflüsse. Um einzigartig zu sein, müsste man schon einen neuen Musikstil erfinden.“

Zurzeit erfindet sich Manuta selbst neu. Seit dem 13. Lebensjahr versucht der gebürtige Bad Honnefer, der seit rund zehn Jahren in Köln zuhause ist, der kantigen deutschen Sprache wohlklingende Sätze und Reime zu entlocken, die das haben, was Rapper „Flow“ nennen. Inspiriert durch Theater und Kabarett hat er angefangen, sich als Singer/Songwriter auszuprobieren und selbst zu komponieren. Der singenden Satiriker Rainald Grebe hat es ihm angetan: „Einer der großartigsten deutschen Künstler!“

Von diesem zweiten, sich gerade findenden musikalischen Ich werden die Zuschauer in der Volksbühne wohl nichts mitbekommen. Seinen Wettbewerbsbeitrag „Cool Colonia“ hat Manuta getextet, die Beats zum Rap stammen von Pablo Rivera.

Im Studio am Rudolfplatz trifft Manuta immer wieder auf Kollegen, mit denen sich interessante Kollaborationen ergeben. Gerade produziert er sein Soloalbum. Den Titel dafür hat er schon („Die krumme Null“), ein Label noch nicht, aber jede Menge Ideen. Dabei macht er sich viele Gedanken darüber, was einen guten Song ausmacht. „Da müssen wahre Gefühle drinstecken oder eine gute Message, die in einer berührenden Art und Weise transportiert werden – zum Beispiel durch gute Formulierungen, einen guten Rhythmus, eine gute Melodie“, überlegt er laut. „Es muss einiges zusammenkommen. Und dann muss auch die Stimmung und der Moment passen, in dem man einen Song hört.“

Finalist Manuta von Euer Song für Köln 2019

Klar ist, was Manuta nicht mag: „Einen erhobenen Zeigefinger.“ Er hat schon Texte über schwierige Themen wie Faschismus oder den Sozialstaat geschrieben und damit – unter anderem beim Contest „Fair rappt“ in Essen – Preise gewonnen. „Ich versuche immer, meine Geschichten mit satirischen und humoristischen Elementen zu transportieren.“

Nicht anders bei „Cool Colonia“: Der Erzähler tingelt durch eine wilde Kölner Nacht, mit nichts anderem im Blut als Schwarzem Tee. Vielleicht liegt in dem dunklen Gebräu ja der Kick, der Manuta auf die Pole Position trägt.