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Kurzvorstellung

Bandname

Jürgen Schockmann
(geb. 1957)

Songtitel

Datt kann doch ens passiere

Aktiv seit

Den 70er Jahren

Proberaum

Papa Joe’s Jazzlokal „Em Streckstrumpf“ in der Kölner Altstadt

Lieblingsort

„Em Streckstrump“

 

Player

„Die einfachen Sachen sind oft die Besten.“

„Ich kann mich immer dran freuen, wenn andere was besser können als ich“, sagt Jürgen Schockmann. „Rappen zum Beispiel. Hab‘ ich probiert, krieg ich nicht hin.“ Einfach bewundernswert sei es, wie die Bläck Fööss, ewiges Vorbild vieler Kölner Musiker, immer wieder neue Stile in ihre Musik integriert hätten.

Die ganz großen musikalischen Ambitionen hat Jürgen (Jahrgang 1957) hinter sich gelassen. Anstatt seinem Jugendtraum zu folgen und Musik zu studieren, ist er Heizungs- und Sanitäranlagenbauer geworden. „Im Rückblick war es die richtige Entscheidung, Hobbymusiker zu bleiben“, sagt er. „So konnte ich immer genau die Musik machen, die ich wollte, und musste nie Kompromisse eingehen.“ Mit dem Job hat er inzwischen aufgehört. Jetzt macht er nur noch Musik.

Ein paar Jahre lang hat er versucht, mit seiner Band im Kölner Karneval zu landen. Mehrere Sessionen hintereinander lud der WDR Jürgens Band „De Mötze“ in seine Sendung „Närrische Hitparade“ ein, doch der große Durchbruch blieb aus. Heute macht Jürgen Musik wieder einzig aus denselben Gründen wie schon als Teenager: „Aus Spaß. Und um die Mädels zu beeindrucken.“ Das klappt immer noch ganz gut. Zurzeit ist er zum dritten Mal verheiratet: „Aber glücklich!“

Finalist Jürgen Schockmann von Euer Song für Köln 2019

Seine Frau sieht ihn für ihren Geschmack etwas zu häufig „Em Streckstrump“ verschwinden, dem ehrwürdigen Jazzlokal in der Kölner Altstadt. „Mein Wohnzimmer“, sagt er, und feste Bühne seines in zahllosen Sessions erprobten Trios mit Hans-Günther Adam (Keyboards und Pedalbass) und Rolf Grommes (Drums und Percussion).

Im Finale tritt Jürgen allerdings allein an. „Die beiden anderen haben ja nie Zeit.“ Als Songschreiber versucht er gern, mehr als „die üblichen drei Akkorde“ unterzubringen. Bei „Datt kann doch ens passiere“, seinem Wettbewerbsbeitrag, sei das allerdings gar nicht der Fall, und überhaupt sei das auch kein Dogma: „Die einfachen Sachen sind oft die besten – und die schwierigsten.“

Was einen guten Song ausmache? „Wenn ich das wüsste, würdest du jetzt nicht mit mir telefonieren, sondern mit meinem Management.“ Auch mit Jahrzehnten Erfahrung im Kreuz ist Jürgen immer wieder erstaunt darüber, was die Leute am besten finden. Vielleicht diesmal ja sein verspieltes Kölschlied zwischen Pop und Boogie Woogie? „Keine Ahnung“, sagt Jürgen mit der Entspanntheit eines erfahrenen Musikerhaudegens. „Aber wer weiß? Vielleicht werde ich ja jetzt schlagartig weltberühmt.“