Alle Teilnehmer

Kurzvorstellung

Bandname

Chanterella

Songtitel

Do bes die Leeder

Aktiv seit

2019

Besetzung

Proberaum

In Rösrath – mehr Platz und mehr Ruhe als in Köln

Lieblingsort

Filmdose – erster Liveauftritt im September 2019, brechend voll, tolle Atmo

 

Player

„Köln ist nicht nur Schunkeln.“

Es passiert was in der Kölschmusik-Szene. Die Quetsch und die schönen Melodien, die sind noch da, und auch die Aufgabe der Künstler ist dieselbe geblieben: Das Publikum will die Songs schnell verstehen und mitsingen können, es will feiern, tanzen, einfach eine gute Zeit haben. „Aber“, stellt Chanterella-Sänger Yannik fest, „jeder Musiker kann heute seinen eigenen Stil fahren, das ist nicht mehr so einheitlich wie früher.“

Bands wie Querbeat, Kasalla oder Miljö haben den zwischenzeitlich eng gewordenen Kokon Kölscher Musik geknackt und einem breiteren Publikum geöffnet. „Viel mehr junge Leute wollen Karneval feiern, die wollen dieses Massenereignis haben, mit vielen Gleichgesinnten eng zusammenstehen und ein Festivalgefühl haben“, sagt Yannik. Und dafür will er mit seiner erst vor wenigen Monaten formierten Band den Soundtrack liefern und mithelfen, den Karneval vom Kneipenmief zu befreien.

Die stilistische Selbstbeschreibung klingt dabei nicht unbedingt revolutionär: Von „Karneval-Rockpop im modernen Soundgewand“ spricht Yannick, vom Einsatz von Rockgitarren und Retro-Synthesizern, von Stilelementen aus Rap, Soul und Funk. Die neue Spielart puzzelt sich aus vielen Details zusammen, gelegentlich darf auch mal ein Widerhaken ins Wohlgefühl piksen, um die Wiedererkennbarkeit zu fördern. „Da ist unser Bandname vielleicht ein Beispiel für: Den haben wir nicht aus kommerziellen Erwägungen gewählt, der ist ganz spontan entstanden“, erklärt Yannick. „Aber jeder spricht ihn anders aus, und deshalb reden die Leute drüber.“ Mission erfüllt.

Finalist Chanterella von Euer Song für Köln 2019

Zugute kommt den Chanterellas, trotz ihres noch vergleichsweise jugendlichen Alters schon reichlich Erfahrung im Kölner Musikumfeld gesammelt zu haben, unter anderem bei Bands wie Kmpfsprt, Pläsir und Giselle Büdchen. „Super, dass schon so viel da ist“, sagt Yannick. „Da kann man ganz anders loslegen, als wenn man die ganze Infrastruktur erst aufbauen muss.“

Auch das Publikum hat offenbar nur auf „Chantis“ gewartet. Beim allerersten Liveauftritt jüngst in der „Filmdose“ auf der Zülpicher Straße war die Hütte voll. Eine Kampfansage an die Mit-Finalisten will Yannick aus dem Turbostart aber nicht ableiten: „Alle anderen Teilnehmer machen auch tolle Musik. Wir hoffen einfach auf einen schönen Abend, an dem man mit anderen Künstlern abhängt und es genießt.“