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Eine Villa für alle

21.12.2017 | Allgemein Leben | 3 Kommentare

Die jungen Leute im Norden Kölns haben eine Treffpunkt: „Die Villa“. Hier hängen sie gemeinsam ab, machen Musik und sich gegenseitig fit fürs Leben.

Kölner Norden. Stadtteil Volkhoven-Weiler. Hinter bunten Graffiti-Mauern und einem verwunschenen Garten ragt ein herrschaftliches Gebäude hervor. Die Tür steht offen. Das ist weder Zufall noch Unachtsamkeit, sondern Konzept. Denn hier residiert kein Fabrikant oder Industrieller, der um sein Hab und Gut fürchtet, sondern eine Einrichtung für Kinder- und Jugendliche, genannt „Die Villa“. Ins Leben gerufen und organisiert vom Verein SKM Köln (Sozialdienst Katholischer Männer). Willkommen sind alle Kinder und Jugendlichen aus dem Veedel, egal ob Jungs oder Mädchen, Christen, Moslems oder Konfessionslose, Freche oder Schüchterne, sozial Benachteiligte oder Kinder reicher Eltern.

Die Villa GAG kölnbeste Köln

An der Tür kommt uns die kleinste Besucherin entgegen: Flocke, rund 2,5 Kilogramm schwer, schwarz-weiße Mischlingshündin von Erzieherin Christina Popp. Sie ist für gute Laune und den Kuschelfaktor zuständig. Also Flocke, nicht Christina. Gute Laune hat die aber auch. Wir treffen Christina in der Küche an, sie bereitet das Mittagessen zu. Gleich ist die Schule aus und 22 Kids zwischen zehn und 14 Jahren kommen mit knurrenden Mägen in die Übermittag-Betreuung.

Das Angebot geht weit über das tägliche Mittagessen und Hausaufgabenhilfe hinaus. „Wir sind auch bei besonderen Problemlagen zur Stelle und arbeiten eng mit Eltern und Schulen zusammen“, erklärt Christina. Außerdem gibt es das Projekt „Mutter-Vater-Kind-Kochen!“, immer montags von 17 bis 20 Uhr, unterstützt von der GAG Immobilien AG. Hier können sich Eltern mit ihren Kindern anmelden und Neues über Ernährung, Einkaufen und Kochen erfahren. „Dabei lernen sich Eltern, Kinder und Pädagogen ganz anders kennen“, sagt Gregor Mink, Leiter der Villa.

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Ein weiteres Projekt – ebenfalls von der GAG gefördert – nennt sich „Schüler für Schüler“. Die Idee: Ehemalige geben Jüngeren Nachhilfe. Wir treffen Denis Bayat, der selbst als Schüler die Villa besuchte und nun jüngere Kids unterrichtet. „Es macht mir Riesenspaß, wenn ich was zurückgeben kann“, sagt der Zwanzigjährige, der heute noch einen großen Teil seiner Freizeit in der Villa verbringt. Inzwischen hilft er nicht nur bei Mathe und Englisch, sondern unterrichtet auch Gitarrenspielen. Das hat er ebenfalls in der Villa gelernt (Projekt „Zukunftsmusik“). „Manche Familien können sich keinen Musikunterricht für ihre Kinder leisten“, sagt Gregor Mink. Einmal in der Woche kommt der Musiklehrer José Díaz de León und unterrichtet Gitarre, Klavier, Gesang und Schlagzeug.

 

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Von links: Denis Bayat, David Riter, Pijo Riter, José Díaz de León

Seit 2013 ist Gregor Leiter der Villa. Bei allen Angeboten legt er großen Wert darauf, dass die Teilnehmer freiwillig mitmachen. Das heißt nicht, dass er kein Engagement erwartet. „Wenn man in einen Laden geht, braucht man Geld. Eure Währung ist Üben. Das ist der Lohn für Euren Lehrer“, erklärt Mink den jungen Musikschülern. Diese Mischung aus Fördern und Fordern funktioniert. Die Jugendlichen sind mit Herz und Seele dabei. Sogar eine Band haben sie gegründet, Musikvideos gedreht und bei einem Wettbewerb den zweiten Platz erreicht. Besonders beliebt ist auch der Workshop „Tonstudio!“ Hier lernen die Teilnehmer unter professioneller Anleitung, wie man Songs schreibt, aufnimmt und abmischt.

„Freiheit“, eine Gemeinschaftsproduktion des Workshops „Tonstudio!“

„Der Schwerpunkt liegt bei uns im Bereich Musik, Medien und Bildung“, sagt Mink. Aber auch Fußballtraining und ein Angebot speziell für Mädchen zählen zum Programm. Montags bis freitags öffnet die Tür der Villa zu Dart, Tischtennis, Playstation, Backgammon oder einfach nur zum Abhängen.

„Ein Kicker darf natürlich in keinem Jugendzentrum fehlen“, sagt Gregor, während er uns wieder zum Ausgang führt. „Bis bald“, sagen wir zum Abschied und meinen es auch so. Denn diese Villa lädt einfach zum Wiederkommen ein.

Kontakt: Kinder- und Jugendeinrichtung „Die Villa“

Leitung/Ansprechpartner: Gregor Mink
Volkhovener Weg 218
50765 Köln

Telefon 0221 1700964
E-Mail dievilla@skm-koeln.de

Fotos: Patrick Essex
Text & Flockefoto: Jana Mareen Züger

3 Kommentare

  1. Villafan sagt:

    Also
    Mir gefällt der „Heimat Song“
    Der Sänger der dort Singt hat ein ziemlich Ausdrucksvolle und Soulige Stimme die Gitarristen sind dort ziemlich gut ich frag mich warum so welche Talente nicht entdeckt werden merkwürdig …
    Musik ist ziemlich Klasse und die Einrichtung ist ziemlich toll .

  2. Ririsbest sagt:

    Die Villa ist eine tolle Einrichtung
    Und die Musik ist dort richtig gut
    Der Sänger der den „Heimat Song “ singt
    Hat eine Ausdrucksvolle und eine Soulige Stimme die jemandem schnell Gänsehaut verbreiten kann die Texte sind Ausdrucksstark richtig tolle Seite .

  3. Ririsbest sagt:

    Richtig gut

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